LucyintheSky
verschwendet nicht die zeit auf der suche nach hindernissen. es gibt vielleicht keine.

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road rage

Normalerweise sind das die Wutanfälle, die US-amerikanische Autofahrer im Stau bekommen - denn sonst können sie ja nie ihren Frust loswerden, vor lauter Freundlichkeit.

Meine spezielle Form von "road rage" befällt mich eher, weil Leute, die sich sonst nie trauen, mal ehrlich ihre Meinung zu sagen, diese auf ihr Auto kleben.

Da lese ich dann "Marriage: one Man, one Woman"
und es geht los. An der nächsten Ampel bin ich kurz davor, rauszuspringen, nach vorn zu rennen, ans Fenster zu klopfen und, so wie es einen Spalt offen ist ,"why don't you care more about your own marriage and let others live in peace, freaking fundamentalist?" zu brüllen.

Aber schlimmer als die christlichen Fundamentalisten sind die Heuchler.

Meine zweitschlimmste "road rage"- Episode hatte ich, während ich auf "Abortion stops a beating heart" starren mußte. Im Stau.
Ich hatte also Zeit genug, mir Verbalattacken auszudenken.
Zum Beispiel sehr höflich zu fragen, ob man denn konsequent genug sei, rein vegan zu leben - damit ja keine schlagenden Herzen unterbrochen werden.
Ich könnte auch zum nächsten Supermarkt hinterherfahren und eine Riesendiskussion darüber anfangen, ob das Rinderherz denn weniger schützenswert sei als das des Embryo.

Am allerschlimmsten aber war der gleiche Aufkleber "Abortion stops a beating heart" direkt neben "Support our Troops in Iraq".

Hypocrites.
27.4.07 02:37
 
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